Lake Bosumtwi

Der erste Teil unserer Rundreise führt uns in die Ashanti Region, und dort zum Lake Bosumtwi, wo wir im

Lake Point Guesthouse

Lake Point Guesthouse  3 Nächte verbringen. Von dort werden wir Kumasi, die Hauptstadt der Ashanti, besuchen und Ausflüge zu einem traditionellen Weberdorf sowie zu einem Fetish-Shrine machen. Diese Region ist die Heimat der Ashanti (Asante), eines streitbaren, kriegerischen Volkes, das sich zuletzt im 19. Jahrhundert mehrfach erfolgreich gegen die Briten zur Wehr setzte. Erst 1901 wurde die Hauptstadt der Ashanti von den Briten erobert und in Schutt und Asche gelegt. Weniger ruhmreich ist die Tatsache, dass die Ashanti im 18. und 19. Jahrhundert maßgeblich an dem lukrativen Handel mit Sklaven beteiligt waren. Der Lake Bosumtwi liegt im südöstlichen Teil der Ashanti-Region. Inzwischen gilt es als erwiesen, dass er durch einen Meteoriteneinschlag entstanden ist, und zwar vor rund einer Million Jahren. Der See hat einen Durchmesser von rund 8 Kilometern, der Krater von gut 10,5 Kilometer. An seiner tiefsten Stelle soll das Wasser 80 Meter tief sein. Der See ist den Ashanti heilig. Die Gottheit Twi soll dort beheimatet sein und die Seelen aller toten Ashanti nehmen dort von Twi Abschied bevor sie endgültig die Erde verlassen. Da dieser Gott der Sage nach kein Eisen mag, benutzen die Fischer noch heute einfache Holzplanken, auf denen sie sich mit Händen und Füßen paddelnd auf dem See fortbewegen. Eingerahmt von dichter Vegetation ist der Lake Bosumtwi vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden ein mystischer Ort. Die Wasseroberfläche ist spiegelglatt und nur dort, wo die Fischer lautlos über den See gleiten, hinterlassen diese einige sanfte, kreisförmige Wellen. Dass der Gott Twi diesen See zu seiner Heimat auserkoren hat, kann ich nachvollziehen. Meine Seele soll er aber noch nicht bekommen.
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