der erste Strandspaziergang

Wie schon beschrieben liegt das KASAPA Centre an einer Steilküste direkt am Meer. Von unserem Bungalow aus sind es nur wenige Meter über eine Wiese bis zu diesem Abhang. Es gibt dort einen kleinen Aussichtspunkt, von dem aus man einen schönen Blick auf Strand und Meer hat. Vor allem abends sieht man von hier aus die Lichter der vielen kleinen Fischerboote, die weit aufs Meer hinaus gefahren sind um eine gute Fischausbeute zu erlangen. Susanne hatte uns am ersten Tag den Weg hinunter zum Strand gezeigt. Es ist ein kleiner Privatweg, der ziemlich steil abwärts geht. Am Ende des Weges erleichtern aber einige Stufen das ab- bzw. aufwärtsgehen. Diesen Weg gehen wir nun hinunter und machen einen langen Spaziergang. Immer wieder begegnen uns unterwegs spielende Kinder. Sie fragen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Alle sprechen sie uns in gutem Englisch an. Erwähnenswert ist, sie betteln nicht. Sie sind einfach nur freundlich und ein wenig neugierig, aber niemals aufdringlich. Auf dem Meer sieht man noch das eine oder andere Fischerboot. Wahrscheinlich war die Ausbeute der Nacht nicht ausreichend, wenn es um diese Zeit noch nicht in den Hafen zurückgekehrt ist. Ein hartes Leben, für uns kaum vorstellbar. Viele fast unsichtbare Krebse in allen Größen huschen über den Sand und vergraben sich in kleinen Löchern. Man muss schon genau hinsehen. Beeindruckende Natur, die immer wieder dafür sorgt, dass die Lebewesen ihrer Umgebung angepasst sind. Einzige Gefahr ist der Mensch, der ohne Weitblick und nur auf das eigene Wohl bedacht, in diese Natur immer wieder eingreift. Auch das ist hier sichtbar. Denn die Brandung hat nicht nur viele, wunderschöne Muscheln angespült, sondern auch zahreiche Plastikflaschen und Plastikbeutel. Einmal mehr wird einem bewusst, wie wichtig Umweltschutz ist und dass wir gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern eine große Verantwortung haben, nämlich die Natur für sie zu erhalten. Das Wetter ist wieder warm und drückend. Wir sind jetzt im Januar zwar außerhalb der heißen Regenzeit, dafür ist Harmattan-Saison. Während dieser Zeit kommen trockene, sandige Winde aus der Sahara. Der Himmel ist beständig grau und die Luft voller feiner Sandkörner. Somit sind nachts leider kaum Sterne sichtbar. Manchmal erkennt man kaum den Horizont.

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